Bericht
Ein Oktober, der uns zusammengebracht hat
Bericht des designierten Präsidenten der Berlin White Knights American Football, Cheerleading & Flag-Football Club Pankow (In Gründung) · Oktober 2026 mit Ausblick auf November
Ein Football, eine Sporttasche, das Holzpodest im Mauerpark. Dazu Menschen, die vorbeikommen, Fragen stellen, einen Ball werfen und manchmal einfach bleiben.

So hat sich unser Oktober 2026 angefühlt.
Wir haben trainiert, erklärt, zugehört und miteinander gelacht. Aus ersten Begegnungen wurden wiederkehrende Gesichter. Aus einer Idee wird Schritt für Schritt ein Club. Sichtbar auf der Wiese, sichtbar im Kiez und inzwischen auch hier auf unserer Website.
Für mich war dieser Monat vor allem eines: der praktische Anfang unserer Gemeinschaft.
Open Class Mauerpark: Wir sind da
Fünf- bis sechsmal pro Woche haben wir im Oktober 2026 unsere Open Class im Mauerpark angeboten. Wer kennenlernen wollte, was wir machen, konnte vorbeikommen und mitmachen.
Werfen, Fangen, Beinarbeit, erste Flag-Football-Grundlagen. Immer wieder die kleinen Dinge, aus denen Sicherheit und Können entstehen. Dazu Gespräche vor und nach dem Training, manchmal am Holzpodest, manchmal noch mit dem Ball in der Hand.
Wir hatten viele Gäste. Einige haben einmal hineingeschnuppert, andere kommen inzwischen regelmäßig. Ein erster Spieler hat bereits deutlich gesagt, dass er in unserem entstehenden Flag-Football-Team dabei sein möchte. Das ist ein schöner Schritt: Aus Interesse wird Verbindlichkeit.
Besonders hervorheben möchte ich Bamba White Knight, Archie White Knight und unseren Head Coach O PUNKT. Auch ich war als Flokki White Knight regelmäßig auf der Wiese dabei.
Danke an alle, die Zeit, Energie und Vertrauen mitgebracht haben. Eine Open Class lebt von den Menschen, die sie gemeinsam gestalten.
O PUNKT: Ruhe, Erfahrung und der Blick fürs Detail
Olaf Burgheim und mich verbinden mehr als drei Jahrzehnte Football und Freundschaft. Im Aufbau dieses Clubs lernen wir uns trotzdem noch einmal in neuen Rollen kennen.
Olaf bringt als Head Coach eine Ruhe und fachliche Tiefe mit, die uns guttun. Er sieht, wo eine kleine Veränderung einem Spieler weiterhilft: ein anderer Griff, eine bewusstere Bewegung, ein besserer Stand. Er erklärt verständlich und gibt den Menschen Zeit, sich zu entwickeln.

Auch seine Überlegungen zur Trainingsstruktur und zum Playbook zeigen, wie aus einzelnen Einheiten ein sportlicher Aufbau werden kann.
Olaf ist als Vizepräsident und damit als mein Stellvertreter vorgesehen. Ich freue mich sehr, ihn in dieser Verantwortung an meiner Seite zu wissen.
O PUNKT: Schön, dass Du an Bord bist.
Eine Einladung, die uns viel bedeutet
Ein besonderer Ausblick auf November ist die Einladung zum Pumpkin Bowl am 7. November in Berlin.
Zunächst wurden wir eingeladen, mit einer eigenen Mannschaft anzutreten. Das hat uns sehr geehrt. Gleichzeitig war unsere Antwort ehrlich: Für ein eigenes Team ist es noch zu früh.
Daraufhin kam das Angebot, mit unseren vier bis fünf Spielern trotzdem teilzunehmen und gemeinsam mit weiteren Einzelspielern eine gemischte Mannschaft zu bilden.
Genau so soll es jetzt kommen: Die Berlin White Knights werden beim Flag-Football-Turnier als Teil eines zusammengewürfelten Teams dabei sein.
Für uns ist das eine Gelegenheit, Erfahrungen zu sammeln, andere Menschen kennenzulernen und gemeinsam Football zu spielen. Vielen Dank für diese offene Einladung und das Vertrauen.
Ein Meilenstein für die Gründung
Wir haben außerdem die schriftliche positive Rückmeldung des Finanzamts für Körperschaften zur gemeinnützigen Ausrichtung unserer Gründungssatzung erhalten.
Darin stecken viele Stunden Arbeit: Formulierungen prüfen, Verantwortlichkeiten beschreiben, Strukturen durchdenken und unsere Vorstellungen in ein tragfähiges Regelwerk übersetzen. Die Gründungssatzung umfasst immerhin 22 Seiten; hinzu kommen die Geschäftsordnungen.
Diese Rückmeldung ist für uns ein großer Meilenstein auf dem Weg zur Vereinsgründung. Die formale Gründung und die weiteren Schritte liegen noch vor uns. Die Gründungsversammlung soll im November stattfinden.
Unser Gründerkreis steht bereit, Verantwortung zu übernehmen. Für das Amt des Schatzmeisters führen wir bereits Gespräche mit einem aussichtsreichen Kandidaten.
Wir gehen diese Schritte in unserem eigenen Tempo. Dabei wächst inzwischen vieles schneller, als es sich am Anfang absehen ließ.
Partnerschaft beginnt mit einer Frage
Was können die Berlin White Knights für einen Partner tun?
Mit dieser Frage gehen wir in die Gespräche mit der lokalen Wirtschaft. Wir möchten verstehen, was ein Geschäft, ein Unternehmen oder eine Initiative braucht und wo wir als Club sinnvoll etwas beitragen können.
Sichtbarkeit kann dazugehören. Neue Kontakte, gemeinsame Aktionen und perspektivisch auch neue Kunden gehören ebenfalls dazu. Entscheidend ist, dass auf beiden Seiten ein erkennbarer Nutzen entsteht.
Die Reaktionen auf unser Gesamtkonzept erleben wir bisher als sehr ermutigend. In mehreren Gesprächen wurde deutlich, dass ein solcher Ort für Sport, Begegnung und American Culture hier willkommen wäre.
Mit Fair Catch in der Kastanienallee konnten wir bereits erste Sichtbarkeit herstellen. Weitere lokale und strategische Gespräche laufen. Über konkrete Vereinbarungen berichten wir, sobald sie stehen.
Erst einmal zuhören. Etwas anbieten. Gemeinsam herausfinden, was möglich ist. So verstehen wir Partnerschaft auf Augenhöhe.
Unser Oktober ist sichtbar geworden
Auf dem Instagram-Profil „Florian Ludwig Knopf“, das wir für den Aufbau der Berlin White Knights nutzen, ist dieser Monat ausführlich dokumentiert.
Training, Begegnungen, kleine Fortschritte, Gedanken zum Club und Eindrücke aus dem Kiez: Zusammen ergibt das eine Chronologie unseres Anfangs.
Zum Monatswechsel zeigte die Instagram-Auswertung mehr als 50.000 Aufrufe innerhalb von 30 Tagen. Das ist Reichweite, über die wir uns freuen. Aufrufe bedeuten allerdings noch keine Mitgliedschaften oder verbindlichen Zusagen. Entscheidend wird sein, welche Begegnungen und Beziehungen daraus entstehen.
Hinter dieser Sichtbarkeit steckt viel Arbeit von Zagboom Communications Berlin: Videos, Schnitt, Musik, Texte, Gestaltung und die Verbindung unserer verschiedenen Kommunikationswege.
Der Oktober war dafür ein intensiver Auftakt. Diesen Veröffentlichungstakt werden wir nicht dauerhaft fortführen. Künftig möchten wir unsere Geschichten gezielter erzählen – auch hier im Blog.
Wer unseren Anfang nachvollziehen möchte: Nehmt Euch etwas Zeit und schaut durch die Oktober-Reels. Dort ist viel von dem zu sehen, was uns ausmacht.
Unser Kiez trägt mit
Auch außerhalb des Bildschirms sind wir sichtbarer geworden.
Rund 20 Plakate und etwa zehn Postkarten konnten wir im Umfeld des Mauerparks und im Prenzlauer Berg platzieren. Gespräche mit Geschäften und Nachbarn haben Türen geöffnet. Anfang November kam die Zusage einer Sparkassenfiliale hinzu, unsere Plakate auszuhängen.

Dabei helfen Kontakte, die über viele Jahre gewachsen sind. Menschen kennen sich, hören zu und ermöglichen etwas.
Es laufen außerdem Gespräche über mögliche Gewerberäume für ein späteres Vereinsbüro. Eine konkrete Perspektive für den kommenden Juli wurde besprochen; die wirtschaftlichen Konditionen sind noch offen.
All das zeigt mir: Wir werden hier willkommen geheißen. Dafür bin ich dankbar.
Die Website steht – und unsere Bildwelt erzählt mit
Unsere Website ist am Start. Mit ihr haben wir eine gemeinsame Anlaufstelle für Informationen über den Club, seine Menschen, seine Haltung und seine Entwicklung.
Die neuen Collagen verbinden Football mit unserem unmittelbaren Umfeld: Mauerpark, Holzpodest, Graffitiwand, Lichtmast, Wasserturm, Nachbarschaft und Begegnungen.
Der weiße Ritter steht dabei für eine Haltung, die wir im Alltag mit Leben füllen möchten: Respekt, Höflichkeit, Verlässlichkeit, Mut und Verantwortung. Dazu gehört auch, Hilfe anzubieten und ansprechbar zu bleiben.
Diese Figur hat für uns einen Bezug zu europäischer Geschichte, Literatur und Erzähltradition. Wir führen sie in unsere Gegenwart weiter: als Sportler, Coach, Nachbar, Gentleman und manchmal auch als Barde.
Die Bildwelt gibt diesem Gedanken eine erkennbare Form. Jetzt werden wir die einzelnen Geschichten dahinter weitererzählen.
Haltung zeigen und im Gespräch bleiben
Im Zusammenhang mit den jüngsten Protesten und Ausschreitungen habe ich mich als Flokki White Knight persönlich öffentlich geäußert. Dabei habe ich deutlich gesprochen und dafür sowohl Zuspruch als auch harsche Kritik bekommen.
Diese Wortmeldungen waren meine persönliche Position. Sie sind von offiziellen Erklärungen des Clubs zu unterscheiden.
Mein Anliegen bleibt: Wir brauchen eine klare Grenze gegenüber Gewalt und zugleich die Bereitschaft, jungen Menschen zuzuhören. Ich kenne außerparlamentarisches Engagement aus meiner eigenen Lebensgeschichte. Widerspruch, Protest und gesellschaftliche Beteiligung haben ihren Platz.
Wer Verantwortung übernimmt, muss allerdings auch die eigenen Worte prüfen und Kritik aushalten können. Das gilt für mich genauso.
Als Club wollen wir Menschen zusammenbringen. Wir sind parteipolitisch und religiös unabhängig. Unser gemeinsamer Rahmen sind Menschenwürde, gleiche Rechte, persönliche Freiheit und ein friedliches Zusammenleben. Dazu gehören selbstverständlich der Respekt vor unterschiedlichen Lebensentwürfen und sexueller Orientierung.
Diese Verantwortung beginnt in unserem eigenen Umfeld: auf dem Trainingsplatz, im Club und in der Nachbarschaft. Gemeinschaft braucht Menschen, die miteinander sprechen, sich Hilfe anbieten und auch im Streit ansprechbar bleiben.
Jahn-Sportpark: Heimat, Fragen und Perspektiven
Der Jahn-Sportpark ist für uns ein wichtiger Bezugspunkt. Sportlich, örtlich und als Teil der Geschichte dieses Stadtteils.

Ich habe dazu Gespräche geführt und Eindrücke vor Ort gesammelt: mit Menschen aus Verwaltung, Bau, Nachbarschaft und Politik. Uns beschäftigen die sportlichen Möglichkeiten ebenso wie Kosten, Zeitplanung, Natur und die künftige Nutzung.
Unser Wunsch ist eine Sportstätte, die vielen Menschen dient und langfristig funktioniert. Dafür wollen wir mitdenken und unseren Beitrag leisten.
Gleichzeitig müssen wir für unsere eigene Entwicklung verschiedene Möglichkeiten prüfen. Dazu können auch Sportstätten außerhalb Pankows gehören.
Wir bleiben im Gespräch und berichten über belastbare nächste Schritte.
Was im November vor uns liegt
Die Gründung hat jetzt Priorität. Hinzu kommen die Suche nach Hallenzeiten und Möglichkeiten für das Wintertraining, Gespräche mit Fitnessanbietern sowie die weitere Arbeit an unseren Partnerschaften.
Auch die organisatorischen und wirtschaftlichen Strukturen müssen mitwachsen. Wir prüfen, wie sich Vereinsarbeit und mögliche spätere wirtschaftliche Aktivitäten sinnvoll aufstellen lassen.
Mit 365americandays.de entwickeln wir eine ergänzende Plattform für Kommunikation, Kooperationen und künftige Veranstaltungsformate. Perspektivisch sollen dort Partner zusammenkommen, Maßnahmen nachvollziehen und gemeinsame Aktionen vorbereiten können.
Zu den Ideen gehören American-Day-Veranstaltungen, eigene digitale Vertriebswege und ein eigenes Ticketing. Das sind Vorhaben im Aufbau. Wir werden sie schrittweise konkretisieren und transparent über ihren Stand berichten.
Unser Anspruch ist, dass Partnerschaften auch messbar etwas bewirken: Begegnungen, Teilnehmer, Kunden, Mitglieder und wirtschaftlichen Nutzen.
Eine große Vision braucht einen gelebten Anfang
Langfristig sehen wir eine Verbindung aus Breitensport, ambitioniertem Football, Jugendarbeit, Bildung, Persönlichkeitsentwicklung, Mentoring und American Culture.
Dazu gehören auch Cheerleading, Entertainment, Musik und gemeinsame Veranstaltungen. Menschen sollen mit unterschiedlichen Fähigkeiten ihren Platz finden können.
Bis hin zur Idee eines Colleges im Prenzlauer Berg reicht diese Vision. Das ist ein langfristiges Zukunftsbild, für das noch viele Voraussetzungen geschaffen werden müssten.
Der Anfang davon liegt sehr konkret vor uns: ein verlässliches Training, ein gut erklärter Pass, eine übernommene Aufgabe, ein offenes Gespräch.
Im Oktober haben wir davon schon einiges gemeinsam gelebt.
Danke für Euer Vertrauen
Danke an unseren Inner Circle, an die vorgesehenen Verantwortungsträger, an alte Freunde und neue Wegbegleiter. Danke an alle Gäste, regelmäßig Trainierenden und Menschen im Kiez, die uns unterstützen.
Danke auch dafür, dass Ihr mir als designiertem Präsidenten das Vertrauen gebt, diesen Aufbau mitzugestalten.
Meine Aufgabe ist dabei, Verantwortung zu übernehmen und zugleich Platz für weitere Menschen zu schaffen, die mit ihren Fähigkeiten Verantwortung tragen wollen.
Das Bild einer Tafelrunde gefällt mir dafür: Menschen bringen unterschiedliche Erfahrungen mit, hören einander zu und arbeiten an einer gemeinsamen Zukunft. Im Oktober ist unsere Runde gewachsen.
Gemeinschaft. Haltung. Zukunft.
BERLIN WHITE KNIGHTS CLUB PANKOW
Euer
Florian Raffel
Designierter Präsident und Mitgründer
Berlin White Knights American Football, Cheerleading & Flag-Football Club Pankow (In Gründung)
Hinweis zum Beitragsbild: Das Titelmotiv ist ein KI-generiertes Symbolbild für Open Class, Herbst und Gemeinschaft im Mauerpark.